1961 bis 1976 PDF Drucken E-Mail

Am 8.- 10. Juli 1961 beging der Liederkranz sein 100jähriges Vereinsjubiläum. Dieses Jubelfest konnte nur gefeiert werden, weil viele Mitglieder im Laufe der verflossenen 100 Jahre mit großem Idealismus und nie erlahmender Opferbereitschaft für das Gedeihen und Fortbestehen ihres Vereines gearbeitet haben.
Mitten in den Vorbereitungen zum 100jährigen Fest erkranktephoca_thumb_m_1961
leider unser langjähriger Dirigent Karl Hermann schwer und musste deshalb den Dirigentenstab abgeben. Der anlässlich unseres Jubiläums veranstaltete erste Heimatabend am Samstag, den 8. Juli 1961, wurde zu einem vollen Erfolg. Nahezu die ganze Gemeinde und viele ehemalige Friolzheimer, sowie Sangesfeunde aus der näheren
Umgebung füllten unser Festzelt bis auf den letzten Platz. Auch der kurz nach Anfang des Abends einsetzende und lang anhaltende starke Regen konnte der Begeisterung keinen Abbruch tun.

Der Festsonntag wurde eröffnet durch den Posaunenchor Friolzheim, der morgens um 6.00 Uhr die Schläfer weckte. Nach Festgottesdienst und anschließender Totenehrung folgte ein Konzertsingen der Gastvereine. Am Mittag zog ein schöner Festzug, gebildet aus Abordnungen vieler Gastvereine und der örtlichen Vereine, aufgelockert durch mehrere Musikkapellen und Festwagen von örtlichen Vereinen und Gewerbetreibenden zum Festzelt.
Im Rahmen der folgenden Jubiläumsfeier mit Ansprachen, Grußorten und Ehrungen, verlieh Herr Landrat Ramsauer im Namen des Bundespräsidenten unserem Verein die Zelterplakette, die höchste Ehrung für einen Gesangverein.

Das Freundschaftssingen der Gastvereine beschloss die Jubiläumsfeier. Für alle Freunde des Chorgesangs und für die vielen Gäste aus Nah und Fern was Jubiläumsfest, an dem weit über 1100 Sängerinnen und Sänger teilnahmen, eine gute Werbung für den Chorgesang. An dieser Stelle bedanken wir uns besonders bei Herrn Rektor Helmut Stolz, der kurzfristig für unseren erkrankten Dirigenten Herrn Karl Hermann einsprang. Herr Stolz fühlte sich in unserem Kreis so wohl, dass er anschließend den Dirigentenstab noch 15 Jahre bis zu seinem Wegzug aus Weissach behielt.
Am Abend unterhielten sich unsere Gäste bei Musik, Gesang und Tanz.

Höhepunkt für unsere kleinen Gäste war das Kinderfest am Montag. Nach Frühschoppen und Kindergottesdienst zog mittags ein bunter Kinderfestzug durch unseren Ort zum Zelt. Eltern, Schule und Kindergarten hatten sich große Mühe gegeben, den Festzug und Kinderfest zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.
Festzug, Spiele und die Wettkämpfe der Kinder wurden für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Unser Jubiläum klang am Montag Abend mit Musik, Gesang und Tanz aus.

Das zweite Jahrhundert unseres Vereinsbestehens begann mit einem für uns schmerzlichen Verlust. Am 6. August 1961 verstarb unser langjähriger Dirigent und guter Freund Karl Hermann.
Wir haben ihm viel zu verdanken und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Die nächsten Jahre waren geprägt von vielen Besuchsverpflichtungen, die sich aus unserem 100jährigen Jubiläumsfest ergeben hatten. Es würde zu weit führen, alle Fest und Jubiläen der befreundeten Vereine hier einzeln aufzuführen. Aber wir wollen festhalten, dass es uns bei allem Aufwand überall gut gefallen hat.

phoca_thumb_m_OHermannBei der Generalversammlung im Januar 1964 stellte sich unser langjähriger Vorstand Otto Hermann nicht mehr zur Wahl. Der Verein würdigte seine großen Verdienste um den Chorgesang und um den Verein durch die Ernennung zum Ehrenvorstand.
Als Nachfolger in dieses schwere Amt wurde Egon Bertsch gewählt. Er sah es als wichtigste Aufgabe an, dem Verein einen eigenen Raum in einem gemeindeeigenen Gebäude oder ein Vereinsheim für den Singstundenbetrieb und für kleinere Veranstaltungen zu beschaffen. Bis dahin wurden die Singstunden im Saal des Gasthauses "Zum Löwen" abgehalten. Als sich Verhandlungen mit der Gemeindephoca_thumb_m_Bertsch und mit dem Sportverein zerschlugen, stellte er einen Platz zum Bau eines Vereinsheims zu günstigen Bedingungen zur Verfügung. Dabei zahlte sich aus, dass der Verein das beim 100jährigen Jubiläumerwirtschaftete Geld für einen solchen Fall zurückgelegt hatte.
Da sich Neubaupläne aus verschiedenen Gründen zerschlugen und das Haus der Milchgenossenschaft, kurz das "Milchhäusle" genannt, zum Verkauf stand, verkaufte der Verein seinen Bauplatz und erwarb 1972 das "Milchhäusle".
phoca_thumb_m_VereinsheimEr baute es in den Jahren 1973 - 1975 zum Vereinsheim um und aus.
Dies ging nicht ganz ohne Turbulenzen ab, weil ein Teil der Mitglieder das Haus für zu klein und zu teuer hielt. Einen erheblichen Teil der Bauarbeiten leisteten Mitglieder unentgeltlich in der Freizeit. Verschiedene Mitglieder und Gönner des Vereins machten Geldspenden oder stellten zinsgünstige Darlehen zur Verfügung. Auch die Gemeindeverwaltung unterstützte den Verein in seinem Vorhaben in mannigfacher Weise.
Es würde zu weit führen, hier die einzelnen Leistungen aufzuzählen. Allen Helfern sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.

Im Hinblick auf die Vereinsheim-Pläne hatte sich der Liederkranz bereits 1967 eine Satzung gegeben und sich in das Vereinsregister eintragen lassen. Dem Namen wurde "e.V." hinzugefügt.

Eine weiter Änderung gab es 1971. Unser langjähriger zweiter Vorstand Eugen Mann legte sein Amt in die jüngeren Hände von Arthur Bögershausen. Das ausgleichende Wesen von Eugen Mann hat viel geholfen, den Verein auch in schwierigsten Situationen zusammenzuhalten. Ab 1972 bis 1985 fungierte er als Hausmeister des Vereinsheims, tatkräftig unterstützt von seiner Frau. Ihnen schuldet der Verein ganz besonderen Dank.



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 14. Januar 2011 um 16:53 Uhr
 
 

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